30.8.11

Tod auf dem Komposthaufen



Beim Umgraben von Kompost kommen oft weisse grosse Engerlinge zum Vorschein. Da sie aussehen wie Maikäfer-Engerlinge werden sie sofort getötet. – Doch es handelt sich dabei um die „Engerlinge die Gold wert sind“. Nämlich die Rosenkäferlarven.
Sie bewohnen gerne den Kompost, fressen abgestorbene Pflanzenteile und leben 2 bis sogar 3 Jahre lang dort.
Im Kompost gibt es nur Rosenkäferlarven!!!!
Der Rosenkäfer gehört in die Gattung der Blatthornkäfer (weltweit 21500 Arten) davon gibt es 2600 Rosenkäfer-Arten.  Sie werden 5 – 7 Monate alt und legen dann ihre Eier in zerfallendes Holz, Baumstümpfe oder eben Komposthaufen ab. Die Larve ist dick, bogenförmig gekrümmt und häutet sich zweimal. Bei einer Grösse von 40-50mm baut sie sich einen Kokon aus Holzstückchen, Erde und Sand, das mit einem Sekret verklebt wird, das am Hinterende ausgeschieden wird.
Die Käfer dann saugen Pflanzensäfte, Nektar und Pollen vor allem von Blüten. Sie richten auch hier keinen Schadfrass an. Mit ein wenig Glück sieht man diesen metallisch glänzenden schweren Brummer herumfliegen. 
links Rosenkäfer - rechts Maikäferengerling (Quelle www.oeko-forum.ch)

Maikäfer-Engerling                          Rosenkäfer-Engerling
 - hat lange Beine                              - hat kürzere Beine
- keine Behaarung                            - ist leicht behaart
- bleibt gekrümmt in der                 - bewegt sich auf einer glatten Unterlage
Seitenlage und versucht so             (Hand,Papier,Stein) ausgestreckt auf dem
wegzukommen                                dem Rücken kriechend vorwärts 
- frisst lebende Wurzeln                 - frisst nur totes Material und verarbeitet es zu Erde
                                                          - ist kein Wurzelschädling


Wir wünschen Euch allen diesen Sommer viele frohe Stunden mit gerngesehenen, tierischen und anderen Gästen.

Wildfrüchte

Schmetterlinge über dem GartehagDie Vielfalt der essbaren Früchte aus einheimischen Hecken ist gross:

schwarzer Holunder
Schlehdorn
Walderdbeeren
roter Holunder
Weissdorn
Hagenbutten
Kornelkirsche
Sanddorn
Heckenberberitzen

Zugegeben, die Zubereitung inklusive das Sammeln ist meist viel aufwendiger als bei den gängigen Früchten. Aber trotz allem lohnt sich ein Versuch, sei es als Abwechslung in der eigenen Küche oder als willkommenes spezielles Mitbringsel.“ Als Anregung hier ein Rezept von Margrit Gmünder:statt Orangensaft – Kornelkirschensaft Die Kornelkirsche – Cornus mas – oder im Volksmund Tierlibaum genannt, liefert uns viel Vitamin C und ist ein wichtiger Bienenstrauch. Die glänzenden Früchte dieses einheimischen Strauches kann man ende Sommer essen oder als Confi sowie Saft einkochen. Ernte: ca. ende August, wenn die länglichen Früchte ganz dunkelrot sind, spanne ich alten Tüllvorhangstoff um den Strauch, um so diese           kostbaren „Kirschen“ aufzufangen (wie bei den Olivenbäumen). So alle 2 Tage koche ich eine Portion folgendermassen ein: Früchte waschen und im Dampfkochtopf mit etwas                                                Wasser kurz aufkochen, damit die Früchte platzen. Abkühlen lassen und über ein Gazetuch ableeren.       Die länglichen Kerne bleiben im Tuch. Fruchtsaft abmessen und Zucker beigeben. Gelee: 1 l Saft mit ca. 700 - 800 gr Zucker rund 15 – 20 Minuten einkochen lassen.

SSchmetterlinge über dem Gartehagirup:1 l Saft mit ca. 300 - 400 gr Zucker nur kurz aufkochen und in Flaschen füllen. Eine wunderbare Vitamin C – Bombe für die Winterzeit! Eine schöne Sommerzeit und eine reiche Ernte wünscht allen
s’Gartehag-Team

Zuckerhut

Ist ihr Zuckerhut auch erfroren?

Ich kann leider nicht mehr viel davon ernten. Zum Glück kann man ja auch im Laden Salat kaufen! Haben Sie sich jedoch geachtet woher dieser jetzt kommt? Mit dem geübten Kennerblick findet man/frau dann doch noch einige Schweizer Gemüse.
Wir Schweizer Bauern sind froh um Ihre Mithilfe und Unterstützung, und genau beim Einkaufen fängt es an.
Es gibt eigentlich immer Saisongemüse, nur sind dies meistens nicht die Aktionen! – Schade! - Im Winter haben Zuckerhut, Nüsslisalat, Federkohl, Chicorée, alle Wintergemüse usw. Saison. Unsere Familie geniesst zusätzlich noch frische Weizenkeimlinge. Sie sind einfach so, im Salat oder vor allem im Apfel-Birchermüesli eine Delikatesse.

Oder - wie wärs mit einem Wildsalat?

Die paar warmen, sonnigen Tage letzthin haben uns ja stark an den Frühling erinnert und bald werden auch schon die ersten Pflänzchen Ihre Winterruhe beenden. Mit ihnen kommt auch die Zeit der Wildkräuterküche, welche uns mit so vielen gesunden Salaten usw. versorgen kann. Nutzen wir doch den Reichtum unserer eigenen, einheimischen Pflanzen für unsere Gesundheit aus!
Am meisten freue ich mich auf den Löwenzahn. Nach einiger Angewöhnungszeit schmecken seine Rosetten als Salat feingeschnitten hervorragend. Dies natürlich nur solange er noch klein und fein ist. Später wird er bitter.
Auch Bärlauch, Gänseblümchen, Vogelmiere, Gundelrebe, Baumtropfen, Brennessel, Spitzwegerich und viele andere mehr sind frisch essbar und gesund.
Brennesseln und Baumtropfen sind auch im Spinat als gedämpftes Gemüse eine willkommene Abwechslung. Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesezt. Es lohnt sich ihren Geschmack auszuprobieren. Jede Familie findet sicher bald ihr Lieblingskräutlein.
Wichtig ist jedoch, dass keine Giftpflanzen gesammelt werden. Vor allem beim Bärlauch und dem Maiglöckchen ist grosse Vorsicht geboten. Sehen sie doch sozusagen gleich aus.

Nun wünschen wir Ihnen ein bisschen freie Zeit und offene Augen für die Schätze unserer Region.

Ihr Gartehag-Team